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Recap of the 2025 Symposium

Zusammenfassung des Symposiums 2025

Arabisches Wissenschaftssymposium in Deutschland (ASSG 2025)

Am 11. Oktober 2025 fand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz das Arabische Wissenschaftssymposium in Deutschland (ASSG 2025) statt. Es brachte eine herausragende Gemeinschaft von Forschern, Innovatoren und Vordenkern aus der arabischen Welt und Europa zusammen.

Das Symposium, das nun zum zweiten Mal stattfand, begrüßte über 180 Teilnehmer aus mehr als zehn arabischen Ländern, darunter Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina, Algerien, Marokko, Oman, Jemen, Ägypten und Sudan. Diese breite Beteiligung bestätigte die Position des ASSG als eine der dynamischsten Plattformen für die arabisch-europäische wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Das Symposium wurde von der Deutsch-Syrischen Forschungsstiftung (DSFG e.V.) in Partnerschaft mit den Syrischen Akademikern in Rheinland-Pfalz (LSA-RLP e.V.) sowie einem breiten Netzwerk wissenschaftlicher und akademischer Partner in Deutschland und der arabischen Region organisiert.

Aufbauend auf dem Erfolg der ASSG 2024 in Hannover erweiterte die Ausgabe 2025 sowohl ihren thematischen Fokus als auch ihre strategischen Ziele und widmete sich den sich wandelnden globalen und regionalen Herausforderungen aus einer interdisziplinären wissenschaftlichen Perspektive.


Vision und Zweck

Die ASSG wurde mit der Vision gegründet, nachhaltige intellektuelle Brücken zwischen arabischen Wissenschaftlern, der europäischen Wissenschaftslandschaft und der globalen Forschungsgemeinschaft zu schlagen.

Die Ausgabe 2025 setzte diese Mission fort und konzentrierte sich auf vier Kernziele:

  • Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen führenden arabischen und europäischen Forschern verschiedener Disziplinen.
  • Aufbau langfristiger Forschungsnetzwerke, die Kooperationsprojekte, gemeinsame Publikationen und Programme zur akademischen Mobilität hervorbringen.
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Mentoring-Programme, wissenschaftliche Sichtbarkeit und Plattformen zur beruflichen Weiterentwicklung.
  • Bewältigung globaler und regionaler Herausforderungen: von öffentlicher Gesundheit und ökologischer Nachhaltigkeit bis hin zu digitaler Transformation und Wiederaufbau nach Konflikten – durch evidenzbasierte Diskussionen.

Die ASSG versteht Wissenschaft als wirkungsvolles Instrument für Diplomatie und sozialen Zusammenhalt und fördert Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und Innovation über politische und kulturelle Grenzen hinweg.


Programm-Highlights

Das wissenschaftliche Programm umfasste Hauptvorträge, Plenardiskussionen, thematische Parallelsitzungen, Workshops und Podiumsdiskussionen und ermöglichte so sowohl einen hochrangigen akademischen Austausch als auch die praktische Auseinandersetzung mit den Themen.


Hauptvorträge und Plenardiskussionen

Renommierte Referenten aus Wissenschaft, Politik und internationalen Organisationen präsentierten anregende Beiträge zu folgenden Themen:

  • Die Rolle wissenschaftlicher Gemeinschaften mit Migrationshintergrund als Innovationsmotor,
  • Transformation des Gesundheitssystems in Postkonfliktgebieten,
  • Ethische Führung und Forschungsintegrität,
  • Wissenschaftsdiplomatie und die Zukunft der arabisch-europäischen Zusammenarbeit.

Diese Veranstaltungen prägten den intellektuellen Charakter des Symposiums und regten zu einer intensiven interdisziplinären Diskussion an.


Thematische Parallelsitzungen

Die Sitzungen umfassten drei thematische Schwerpunkte:

  • Gesellschaft gestalten: Wissen, Kultur und Innovation
  • Gesundheit im Kontext: Medizin, Gemeinschaften und neue Herausforderungen
  • Wissenschaft und Technik für eine nachhaltige Zukunft

Jeder Schwerpunkt beinhaltete eingeladene Vorträge von erfahrenen Experten und Horizon Talks von Nachwuchswissenschaftlern, wodurch eine ausgewogene Repräsentation verschiedener Disziplinen und Karrierestufen gewährleistet wurde.


Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Ein zentrales Anliegen der ASSG 2025 war die Unterstützung junger Wissenschaftler. Spezielle Sitzungen boten:

  • Möglichkeiten für mündliche Präsentationen,
  • strukturierte Mentoring-Interaktionen,
  • Sichtbarkeit für Forschungsprojekte aus arabischen Ländern und der arabischen Diaspora.

Die Teilnehmer hoben diese Sitzungen einhellig als einen der wirkungsvollsten Aspekte des Symposiums hervor.


Workshops und Podiumsdiskussionen

Interaktive Workshops behandelten eine Reihe aktueller und praxisorientierter Themen, darunter:

  • Stärkung arabischer Wissenschaftler*innen in deutschen Forschungseinrichtungen,
  • Genomische Prägung in Populationen mit Blutsverwandtschaft,
  • Umweltpolitik in Syrien,
  • Innovation im Ingenieurwesen für den Wiederaufbau nach Konflikten.

Darüber hinaus brachten Podiumsdiskussionen Vertreter*innen syrischer Diaspora-Organisationen zusammen und erweiterten so die Wirkung des Symposiums über die Wissenschaft hinaus auf ein breiteres gesellschaftliches Engagement und strategische Kooperationen.


Wirkung und Bedeutung

ASSG 2025 stärkte das deutsch-arabische Wissenschaftsnetzwerk erfolgreich, schuf neue Kooperationen, initiierte gemeinsame Forschungsideen und gab den Anstoß für zukünftige Initiativen.

Die interdisziplinäre Ausrichtung der Diskussionen – von Ingenieurwissenschaften über Geisteswissenschaften und öffentliche Gesundheit bis hin zu digitaler Ethik – verdeutlichte die Vielfalt der arabischen wissenschaftlichen Beiträge und den Wert des transnationalen Dialogs.

Das Symposium bekräftigte zudem die Rolle der Wissenschaft als Motor für Diplomatie, Gemeinschaftsbildung und Entwicklung nach Konflikten.

Durch die Förderung des direkten Austauschs zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern und Institutionen trägt ASSG zu einer stärker vernetzten, widerstandsfähigeren und zukunftsorientierten Wissenschaft bei.

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